SEE-SPIEGEL > Allgemein > Bio Baumann? Bio Gemüse? Bio Früchte?
Foto Weiermatt Kirchdorf

Bio Baumann? Bio Gemüse? Bio Früchte?

Hinter diesen drei Bezeichnungen steckt eine Unmenge Arbeit. Sie weisen auf einen vielseitigen, kleinen Familienbetrieb mit Spezialitäten im Gemüsebau und einen bedienten Hofl aden hin. Dieser bietet zweimal wöchentlich, nämlich Montagund Freitagnachmittag je von 13.00 bis 18.00 Uhr, das gesamte Angebot des folgenden Markttages an. Und zwar hier in Kirchdorf in der Weiermatt.

Foto Weiermatt Kirchdorf
Die Weiermatt in Kirchdorf. Foto: Familie Baumann, Kirchdorf

Ein grosser Marktstand wird jeden Dienstag- und Samstagmorgen direkt vor dem Bundeshaus aufgebaut. Er ist mit seinen 22 Metern Länge einer der grössten. Baumanns sind mit über drei Generationen die am längsten auf den Markt Fahrenden. Sie bieten über hundert verschiedenen Früchte- und Gemüsesorten an.

Am Stand machen sie natürlich auch auf ihre zum Teil fremdländischen Spezialitäten wie Bittergurken, Zimtkartoffeln, Okas und Puntarellen aufmerksam. In der Sommerzeit präsentieren sich verschiedenste Tomatensorten und gegen Herbst an die zehn Rüeblisorten auf dem Marktstand. Diverse Randen, Rettich- und Kohlarten liegen ebenfalls zum Verkauf bereit. Besonders beliebt sind der Federkohl in grün und rot, sowie der Palmkohl.

Es braucht viele Hände

Für den gelernten Gemüsegärtner Urs Baumann ist es etwas vom Schönsten, vom Anbau bis zur Vermarktung – also von der Aussaat bis zum Verkauf – alles selber machen zu können. Im Betrieb natürlich mit seinen drei festangestellten MitarbeiterInnen.

An den Markttagen braucht es mehr Leute: Samstags stehen bis zu 14 Personen im Einsatz und helfen beim Verkauf am Marktstand. Am Dienstag sind es bis zu deren 8. Bis es aber soweit ist, müssen auch in der Weiermatt viele Hände anpacken: Das frisch geerntete Gemüse muss «zwäg gmacht u büschelet » werden: gewaschen und allenfalls geschnitten wird es im Hofladen zum Verkauf präsentiert. Den Verkauf im Hofladen übernimmt dann Lilian Baumann.

Die Arbeit des Gemüsegärtners ist ein harter Job. Ohne Handarbeit geht da gar nichts, und im Gemüsebeet auf den Knien arbeiten zu müssen ist auch nicht jedermanns/-fraus Sache. In kaum einem Beruf ist man zudem so vom Wetter abhängig. Für Baumanns stimmt es so – sie sind dafür selbständig und unabhängig.

Da ihr Haupterwerbszweig das Marktfahren ist, werden auch noch Gemüse und Früchte von Berufskollegen und vom Handel zugekauft. So kann ein breites Sortiment angeboten werden. Wichtig dabei ist, dass alles aus Bioanbau stammt, und dass es am Stand korrekt deklariert wird.

Wertvoller Kundenkontakt

Durch die Direktvermarktung haben Baumanns unmittelbaren Kontakt zu den Kunden, die ab und zu auch mal ihre Wünsche z.B. betreffend einer Sortimentserweiterung anbringen. Urs Baumann ist also nicht der einsame Gemüsegärtner, der nur im Feld oder Gewächshaus an neuen Kulturen pröbelt und im Internet nach verbesserten Anbaumethoden Ausschau hält.

«Ein gelungener Tag ist für uns, wenn Kunden sich über den farbenprächtigen, gut assortierten Marktstand und die freundliche Bedienung freuen. So spüren wir ihre Wertschätzung für unsere Arbeit – und das ist nur beim DIREKTVERKAUF möglich. Darum geniessen und schätzen wir diese Form unseres vielseitigen Familienbetriebs.»

Familie Baumann
v.l.n.r.: Lilian, Nina (gelernte Köchin), Lucy (Sprachjahr), Urs, Jens (Forstwart in Ausbildung) und Hofhund Blue. Foto: Familie Baumann, Kirchdorf
Zurück zum Anfang