Am 27. Februar fand im Dorfträff Kirchdorf die 10. Mitgliederversammlung des Trägervereins SEE-SPIEGEL statt. Auch wegen einer gleichzeitigen Veranstaltung in Gerzensee hielt sich der Aufmarsch leider sehr in Grenzen. Aus Vorstand und Redaktion gab es viel Positives zu berichten, aber die Vereinsfinanzen lassen wenig Spielraum.

Wie Präsidentin Ursula Urfer berichtete, war der SEE-SPIEGEL im September 25 wiederum mit einem Stand am Chürbismärit Gerzensee vertreten. Dem Vorstand sei wichtig, dass der SEE-SPIEGEL durch solche Aktionen für die Bevölkerung immer mal wieder sichtbar und direkt ansprechbar werde. Ausserdem konnten 10 neue Mitglieder gewonnen werden; nun zählt der Trägerverein deren 185.
Der Trägerverein hat eine zweite Lesekiste bauen lassen; seit Anfang Mai steht sie am Badeplatz Kirchdorf und regt die Leute zum Lesen oder auch zum Tauschen von Büchern an. Wie Ursula Urfer weiter berichtete, besuchten Vorstand und Redaktion vor ihrem traditionellen Jahresschlussessen im November die Druckerei Druckform in Toffen – jene Druckerei also, die den SEE-SPIEGEL druckt.
Als wohl einschneidendstes Thema des Jahres 2025 bezeichnete sie jedoch die Neugestaltung der Website www.see-spiegel.ch. Vorstandsmitglied Nils Bächtold, der die Site programmiert hat, erläuterte deren Aufbau und Möglichkeiten:
- Die Startseite präsentiert die aktuellsten Beiträge. Sie hat oben eine Bildergalerie und wirkt deshalb bunt und lebendig. Die Redaktionsmitglieder können ihre aktuellen Beiträge selber einpflegen und dabei zusätzliche Fotos und/oder Videos hochladen. Sie sind an einem Workshop entsprechend geschult worden.
- Neu gibt es auf der Website einen ausführlichen Veranstaltungskalender, der die ganze SEE-SPIEGEL-Region abdeckt. Er bietet einen jederzeit aktuellen Überblick – anders als der nur vierteljährlich aktualisierbare Veranstaltungskalender im gedruckten Heft. Veranstalter können ihr Event selber anmelden und z.B. auch einen entsprechenden Flyer hochladen.
- Die Website weist ein schön gestaltetes Heftarchiv auf, das derzeit bis ins Jahr 2004 zurückreicht. Mittels Volltextsuche kann jedermann diese älteren SEE-SPIEGEL-Ausgaben rasch und gründlich z.B. nach bestimmten Themen oder Namen absuchen. Das Archiv auf der neuen Website ist ausserdem ein Fundus für die Geschichte unserer Region.
- Statuten, Adressen, Protokolle der Mitgliederversammlungen u.a. sind unter dem Reiter «über uns» zu finden. Dort sind auch die MacherInnen des SEE-SPIEGELS aufgeführt.
Laut Redaktionsleiter Walter Tschannen wird sich die redaktionelle Arbeit durch die Möglichkeiten der neuen Website wohl etwas verändern, weil eben z.B. weitere Fotos, vielleicht mal ein zusätzlicher Text oder sogar ein Video aufgeschaltet werden können. Anderseits könnte es auch besser gelingen, den SEE-SPIEGEL jeweils auf finanziell optimale 48 Seiten Umfang zu beschränken. Dennoch wird die Priorität einstweilen auf der gedruckten Ausgabe bleiben; dies spiegelt sich auch darin, dass die neuen Artikel erst nach Erscheinen der gedruckten Ausgabe auf der Website aufgeschaltet werden.
Wie Walter Tschannen weiter berichtete, hat sich Silvia Scheidegger, die ehemalige Leiterin der Schule Region Gerzensee, erfreulicherweise bereit erklärt, die SEE-SPIEGEL-Redaktion zu verstärken. Auch der frühere Redaktionsleiter Gerhard Wyss wird weiterhin Artikel zum SEE-SPIEGEL beitragen.
Herausfordernde Finanzen
Das Projekt «neue Website» konnte durch Sponsoren finanziert werden. Der Vorstand dankt an dieser Stelle für die wertvollen Beiträge an den SEE-SPIEGEL!
Leider etwas im Gegensatz zu den vielen positiven Berichten präsentiert sich die finanzielle Lage des Vereins: Die Jahresrechnung 2025, die von den Mitgliedern einstimmig genehmigt wurde, schliesst mit einem Verlust von knapp 1200 Franken. Ins Auge sticht vor allem der gegenüber dem Budget wesentlich höhere «ausserordentliche Aufwand». Dieser umfasste nebst einem Abschiedsgeschenk die Kosten der Lesekiste sowie eine Spende an die von einem Brand betroffene Familie Riem, Kirchdorf. Diese Spende ist anstelle des Kulturpreises 2025 zu sehen.
Trotz der Reserven des Vereins dürfen solche Verluste nicht zum Dauerzustand werden. Als unsichere Einnahmequelle erweist sich vor allem der für den SEE-SPIEGEL wichtige Inserateverkauf; Romy Augstburger, die dieses Geschäft mit viel Elan vorantreibt, spürt die Zurückhaltung mancher Inserenten und deren eher abnehmende Zahl. Auch das Budget 2026 weist einen kleinen Fehlbetrag von knapp 1200 Franken aus; es ist nur erreichbar, wenn Vorstand und Redaktion weiterhin penibel auf die Ausgaben achten. Aus finanziellen Überlegungen will der Vorstand 2026 überdies auf die Vergabe eines Kulturpreises verzichten.