Wer heute an der Liegenschaft an der Dorfstrasse 22 in Kirchdorf vorbeigeht, erkennt auf den ersten Blick, dass sich dort einiges verändert hat. Heinz Burri und Sonja Jenni, die das Haus vor rund einem Jahr erworben haben, liessen den grosszügigen Garten zwischen Ende Mai und Mitte Juli 2026 umfassend umgestalten. Entstanden ist eine Anlage, die Funktionalität, Natur und Ästhetik miteinander verbindet und gleichzeitig zeigt, wie sich ein bestehender Garten mit sorgfältiger Planung zeitgemäss weiterentwickeln lässt.

Im Innern des Hauses nahmen die neuen Eigentümer nur wenige Veränderungen vor. Umso mehr Aufmerksamkeit schenkten sie dem weitläufigen Garten. Im Mittelpunkt standen eine umfassende Neugestaltung sowie eine bessere Nutzung der verschiedenen Gartenbereiche. Realisiert wurden unter anderem eine Pergola im Tessiner Stil sowie ein Kleintierstall für Hühner und Kaninchen.
Der bestehende Sitzplatz auf der Westseite, die Pergola und der Eingangsbereich auf der Ostseite erhielten einen hochwertigen Belag aus Tessiner Maggia-Gneis, der den verschiedenen Bereichen ein harmonisches Gesamtbild verleiht. Zur Neugestaltung gehörte auch das Entfernen zahlreicher Sträucher, darunter des grossen, dichten Thuja-Sichtschutzes beim Sitzplatz. Ein besonderes Augenmerk galt zudem der ehemaligen «Hoschtet» des Bauernhofs Brönnimann. Die vier alten Obstbäume waren in den vergangenen Jahren alters- und fäulnisbedingt verschwunden. Bereits vor Beginn der Gartenarbeiten wurde deshalb mitten in der grossen Rasenfläche ein junger Apfelbaum gepflanzt, der künftig wieder das prägende Element dieses Gartenteils bilden soll.
Von Anfang an verfolgte die Bauherrschaft klare Ziele: Der Garten sollte langfristig angelegt, pflegeleicht gestaltet sein und gleichzeitig offener wirken. Durch die neue Gestaltung entstanden grosszügigere Sichtachsen, die den Garten heller und einladender erscheinen lassen und zugleich das Wohnumfeld aufwerten.

Die Planung des Projekts
Mit der Planung und Ausführung wurde die Fuhrer AG Gartenbau, Wichtrach, beauftragt. Der Bauherr kannte das Unternehmen bereits von seinem früheren Wohnort in Linden, wo es ihn mit seiner Arbeitsweise überzeugt hatte. Ein weiterer Grund für die erneute Zusammenarbeit war das langjährige Engagement des Betriebs in der Berufsbildung: Jährlich beginnen drei Lernende ihre Ausbildung als GärtnerIn Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau; aktuell werden insgesamt zehn Lernende ausgebildet. Die Projektplanung übernahm Bauführer Kevin Huggett.
Nach den Vorstellungen der Bauherrschaft entstand ein Konzept, das gestalterische Ansprüche, Funktionalität und Dauerhaftigkeit miteinander verbindet. Die Beratung wurde als kompetent und lösungsorientiert empfunden. Bei der Vergabe stand deshalb nicht das günstigste Angebot im Vordergrund, sondern die aus Sicht der Bauherrschaft qualitativ überzeugendste Lösung. Wie sorgfältig das Projekt vorbereitet worden war, zeigte sich schliesslich während der Ausführung: Der Vorarbeiter konnte die Arbeiten während mehrerer Wochen weitgehend nach Plan umsetzen. Anpassungen waren lediglich dort erforderlich, wo beim Umbau, wie bei bestehenden Anlagen nicht ungewöhnlich, Unerwartetes zum Vorschein kam.

Die Ausführung des Projekts
Mit der Ausführung des anspruchsvollen Projekts betraute die Firma ihren Vorarbeiter Luan Jordi aus Worb, der seinerzeit schon die Lehre bei der Fuhrer AG Gartenbau absolviert und 2021 abgeschlossen hatte.
Bereits ab Ausführungsbeginn Ende Mai 2026 überraschte den Bauherrn und die Nachbarschaft der aufgefahrene umfangreiche Park an Spezialfahrzeugen, Werkzeugen und Geräten. Zuerst wurde auf der Nordseite des Hauses nach Wegräumung der bisherigen Kies-rollierung (grobkörnige Kiesschicht, die das Aufsteigen von Bodenfeuchtigkeit verhindern soll) neue Mauersteine gesetzt und der Fertigrasen verlegt. Der ca. 3 m hohe und etwa 4 m lange Sichtschutz des Sitzplatzes aus Thuja konnte in eintägiger Arbeit gerodet werden, wobei die Wurzelstöcke mit dem Klein-Bagger entfernt werden mussten. Die Abfuhr des angefallenen Grünmaterials konnte mit dem eigenen Lastwagen und Kran ausgeführt werden. Anschliessend konnte der Aushub für die Fundamente der Pergola sowie für die neue Sitzplatzfläche erstellt werden.
Der frostsichere Aufbau der Fundationsschicht wurde mit Schotter und Grobsplitter erstellt. Unter der Tessiner Pergola konnten schöne Natursteinplatten verlegt werden. Die Bepflanzung der Pergola mit Weinreben soll im Herbst erfolgen. Diese werden an allen vier Pfosten gepflanzt und sollen später auch über das Kastanienholz wachsen. Auch der neue Esstisch unter der Pergola besteht passend aus Naturstein. Die Pergola soll übrigens gegenüber den Nachbarn offen und ohne wesentlichen Sichtschutz sein.
Die letzte Etappe des Projekts befasste sich mit dem Eingangsbereich des Hauses auf der Ostseite, wo alle alten Beläge entfernt, der Untergrund neu fundiert und schliesslich ein neuer Belag mit Natursteinen aus dem Tessin verlegt wurde. Die von der ursprünglichen Zeitplanung vorgesehenen sieben bis acht Wochen konnte eigehalten und sogar ein wenig unterschritten werden. Als Abschluss bleibt noch die Begrünung, die im Herbst erfolgen soll.

Nach Zweitlehre den Traumjob gefunden
In fast der Hälfte der Arbeitstage in Kirchdorf hat Davina Perny (geb. 2000) Luan Jordi tatkräftig unterstützt. Als ausgebildete Augenoptikerin hatte sie während acht Jahren in diesem Beruf gewirkt. Weil sie aber lieber draussen in der Natur arbeiten wollte, wechselte sie den Beruf und begann im August 2025 bei der Fuhrer AG eine verkürzte zweijährige Zusatzlehre. Die Lernenden aus der Region Berner Oberland und Oberwallis besuchen einmal in der Woche die Berufsschule in Thun. Weiter sind während der Lehrzeit mehrere überbetriebliche Kurse (ÜK) im Campus Baumat in Wichtrach zu absolvieren.
Die Firma Fuhrer AG bereitet ihre Lernenden gezielt mit internen Kursen auf die Abschlussprüfung vor. Mehrmals arbeitete Davina an einzelnen Tagen mit Luan Jordi zusammen, dessen ruhige und überlegte Art sie zu schätzen weiss. Anregend findet sie den ständigen Wechsel zwischen Gartenbau und Gartenunterhalt an bestehenden Anlagen. Das laufende Gartenbauprojekt, für sie ein Grossprojekt, entspricht ihren Erwartungen und sie lernt entsprechend viel Neues.
Nach der Hälfte der Lehrzeit kann sie heute sagen, dass sie der neue Beruf anspricht und ihr die Arbeit in der Firma Fuhrer AG gefällt. Grosses Lob der Bauherrschaft Die Planung durch Bauführer Kevin Huggett sowie die Ausführung durch Vorarbeiter Luan Jordi und seine MitarbeiterInnen beurteilt der Bauherr als sehr gut. Er und seine Partnerin zeigen sich mit dem Ergebnis äusserst zufrieden und loben die gute, speditive und angenehme Zusammenarbeit aller Beteiligten. Besonders positiv heben sie hervor, dass das Budget gemäss Offerte eingehalten werden konnte.
