Der SEE-SPIEGEL war am diesjährigen Chürbismärit wiederum mit einem Stand vertreten. Die Redaktion sandte die AchtklässlerInnen Ennia, Lea und Luca als ReporterInnen aus, um per Umfrage etwas mehr über die zahlreichen BesucherInnen des Chürbismärit zu erfahren. Die Umfrage war stichprobenmässig zu klein (ca. 30) und von der Methodik her nicht so ausgefeilt, dass sie statistischen Ansprüchen zu genügen vermöchte; einen Eindruck vermittelt sie dennoch.

Ungefähr 90 % der Befragten waren nicht zum ersten Mal am Chürbismärit Gerzensee. Von den Neulingen waren die meisten über Bekannte auf den Chürbismärit aufmerksam gemacht worden; Plakate und das Internet/soziale Medien spielten da offenbar (noch?) keine so grosse Rolle.
Interessanterweise kam der grösste Teil der Befragten aus den Nachbardörfern, sogar mehr als aus Gerzensee selber, aber nur wenige aus mehr als 20 km Entfernung. Das Wetter war herrlich; aber etwa 80% beteuerten, sie hätten den Chürbismärit auch bei schlechtem Wetter besucht.
Auf die Frage, weshalb sie denn überhaupt den Chürbismärit besuchten, nannten die meisten «etwas essen» und «Leute treffen» an erster Stelle. Immerhin ungefähr 20 % waren aber mit der festen Absicht angereist, Kürbisse zu kaufen. Auch die vom Studienzentrum der Nationalbank angebotenen Schlossführungen haben laut den Antworten einige bewogen, nach Gerzensee zu fahren.
Wenig Kritik und viel zu sehen
Fast alle Befragten nannten aber auch das gepflegte Schlossambiente in Kombination mit den fröhlich-bunten Farben der Kürbisse als Besuchsgrund. Interessant in diesem Zusammenhang: recht viele sprachen von sich aus nicht etwa vom «Chürbismärit», sondern von einer «Chürbisausstellung»; offenbar erfreuen sie sich einfach mal am Betrachten der vielgestaltigen und -farbigen Kürbisse, lassen sich dann aber vielleicht durchaus zu einem Kauf oder einem Menu verführen.
Recht häufig wurde schlicht «Tradition » als Besuchsgrund genannt; wen wunderts, das Event gibt’s ja nun schon seit 24 Jahren.
Ernsthafte Kritik am Chürbismärit war kaum zu vernehmen. Immerhin bemängelten Einzelne, dass nicht alles auf dem gleichen Platz sei (tatsächlich muss man die Strasse und die Rezeption/Lobby des Hotels queren, um vom Märit- in den Verpflegungsbereich zu gelangen, das sind ca. 50 bis 100 m) oder auch dass es nirgends Musik gebe.

