SEE-SPIEGEL > Kirchdorf > … Glauser ?

Regelmässigen LeserInnen des reformiert oder des SEE-SPIEGEL ist der Name Glauser vertraut: früher durch Pfarrer Samuel Glauser und seine Frau Christiane. Vielleicht denkst du aber auch an den Superfotografen oder es kommt dir die Leiterin des Lismerchränzlis in den Sinn. Und heisst nicht auch der passionierte Gerzensee-Schwimmer so? In diesem Bericht geht es aber um die in Kirche und Schule engagierte junge, sportliche Jana Glauser.

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Auch der Hund geniesst die Aussicht. Fotos: Jana Glauser

Als jüngstes Kind der Pfarrfamilie wächst sie zusammen mit ihren drei Schwestern in Kirchdorf auf. Besucht hier und in Wichtrach die Schulen, bis es dann nach Thun ins Gymnasium geht und nach der Matur an die Uni Bern. Nach einem mit dem Bachelor abgeschlossenen Geografiestudium merkt sie, dass das doch nicht ihr Ding ist. Geprägt durch die Teilnahme an den Jungschar- und Lageraktivitäten seit ihrer frühesten Kindheit, zieht es sie zu den Sozialwissenschaften, was sie im Nebenfach studiert. Besonders angetan hat es ihr dabei das Thema der freiwilligen Mitarbeit und der prak-tischen angewandten Theologie.

Durch Kurse und unterschiedlichste Weiterbildungen wird sie zur Erlebnispädagogin und Outdoortrainerin. Ihr Arbeitsbereich ist fortan die Jugendarbeit in der Kirchgemeinde Kirchdorf. Die Samstagnachmittage sind definitiv für Arbeit, Spass und Spiel im Freien reserviert. Jana Glauser versteht es also bestens, ihr Hobby zum Beruf zu machen.

Zwischen Schule und Hund

Da fünfzig Prozent nicht unbedingt ausreichend sind, um das eigene Leben zu gestalten, sind auch bei Jana zusätzliche Beschäftigungen angesagt. Durch eine Bekanntschaft während der Arbeit findet sie eine Anstellung an einer Heilpädagogischen Schule als Mittagstischbetreuerin in Goldiwil. Da schnell einmal ihr super Umgang und Kontakt mit Schülern auffällt, avanciert sie zur Schulassistentin und verbringt nun seit eineinhalb Jahren den Montag und Dienstag gemeinsam mit der Lehrerin in der Klasse. Plötzlich ist die Woche schnell ausgefüllt, denn am Mittwochvormittag erteilt sie während zwei Monaten im Jahr noch den 4.- und 5.-KlässlerInnen KUW-Unterricht in Uttigen und Kirchdorf.

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Zwei, die sich verstehen: Jana und Jaira. Fotos: Jana Glauser

Daneben besitzt Jana seit sechs Jahren einen wunderschönen Hund. Dieser nahm von klein auf viel Zeit in Anspruch, denn nach der Welpen-Schule sind die beiden natürlich auch in der Hundeschule. Zurzeit wird er dort zum Personensuchhund ausgebildet.  Auf langen Spaziergängen verbringt sie also täglich viel Zeit im Freien.

Trotz der vielseitigen beruflichen Tätigkeiten und dem Haupthobby Hund bleibt Jana noch Zeit für andere Freizeitbeschäftigungen. So singt sie in einem Chor, namens VidaVocal, in Bern, hat Geige und Klavier erlernt, braucht heute aber in der Jungschi meistens die Gitarre. Sie liebt es zu wandern, zu fotografieren, in den Bergen oder im Wasser unterwegs zu sein, Hauptsache Bewegung in der Natur. Für grössere Reisen bleibt sie jedoch in Europa, bevorzugtes Land ist Frankreich. Das Beisammensein mit Freunden und Kollegen ist ihr ein Bedürfnis und so schätzt sie auch gemeinsame Spielabende sehr.

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Vielen ist die musikalische Jana Glauser als Gruppenleiterin der Jungschi bekannt. Fotos: Jana Glauser

Wann ist es noch Hobby, wann schon Beruf?

Eine ganz andere Art von Vergnügen und Arbeit betreibt sie einmal im Jahr: Sie ist nämlich im Rennbüro der Tour de Suisse tätig. Organisatorisches und praktisches Talent sind da gleichermassen gefragt. Am Start die letzten Vorbereitungen überwachen und kurz vor der Zielankunft die Siegerleibchen mit den korrekten Logos bedrucken und in der richtigen Grösse bereithalten gehört zu ihren Aufgaben. Seit 2018 lernt sie durch diese Landesrundfahrt die Schweiz von den unterschiedlichsten Seiten kennen und entdeckt so manch schöne Ecke, die ihr sonst verborgen geblieben wären.

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Einsatz an der Tour de Suisse. Fotos: Jana Glauser

Die Jugendarbeiterin führt also ein äusserst abwechslungsreiches Dasein, sei es im Beruf oder in der Freizeit und oft weiss sie selbst nicht so genau, ob sie jetzt beruflich oder hobbymässig unterwegs ist. Schön, wenn man von sich sagen kann: Ich habe mein liebstes Hobby, nämlich das Zusammensein mit Kindern und Jugendlichen in deren Freizeit, zum Beruf gemacht.

Samstagnachmittage draussen in der Natur, Zeltlager bei Wind und Wetter, Wanderungen bei Tag und Nacht – bei all dem fröhlichen Tun lastet immere eine sehr grosse Verantwortung auf den Schultern der Leitpersonen. Denn das Wichtigste ist immer, den Eltern ihre Kinder wieder heimzubringen – gesund und möglichst glücklich.

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Eine weitere Passion: Zeltlager. Fotos: Jana Glauser
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