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Biogemüse Messerli: Wassermelonen und Stangenbohnen aus Mühledorf

In dieser Folge unserer Serie über langjährige, geschätzte Inserenten präsentieren wir den Familienbetrieb von Messerlis und werfen einen Blick in ihren Hoflade, auf den Wochenmarkt, in den weissen Lieferwagen sowie auf die reichhaltigen Felder voller Gemüse.

Das einprägsame, witzige Logo des Familienbetriebes Messerli.

Der Biogemüse-Betrieb Messerli, Mühle 20 in Mühledorf, setzt sich zusammen aus Ackerbau und Gemüseanbau, je etwa zur Hälfte. Die Vermarktung des Gemüses geschieht jeweils samstags auf dem Wochenmarkt in Oberdiessbach, per Hauslieferdienst und natürlich im Hofladen in Mühledorf. Dieser befindet sich neben einem der ältesten Häuser im Dorf; dieses wiederum hat seinen Namen durch den ehemaligen Mühlebetrieb direkt unter und hinter dem Anwesen erhalten. Es gab also wirklich eine noch bis ca. 1940 funktionierende Mühle, daher der Name Mühledorf.

Den Hofladen gibt es schon seit 2020, und man findet dort nicht nur Gemüse. Den Wünschen der Kundschaft entsprechend hat sich ein vielseitiges Sortiment entwickelt, das zudem zeitlich immer 24/7 verfügbar ist. Bezahlt wird mit Twint oder bar im Kassen-«Pilz» vor dem Laden.

Marktstand mit Tanja und Markus Messerli.
Das Lieferfahrzeug.

Geführt wird der ganze Betrieb von Markus und Tanja Messerli. Markus ist hier auf dem Bauernhof seiner Eltern aufgewachsen, Tanja stammt aus dem Emmental. 2005 wurden die Milchkühe aufgegeben und aus dem Bauer Markus Messerli wurde ein leidenschaftlicher «Gmüesler». Als die drei heute erwachsenen Söhne noch klein waren, gab es jede Menge Kleintiere: Gänse, Hühner, Kaninchen, Zwergziegen, Rennmäuse, Fische, Meersöili und ein Hund belebten den Hof und erfreuten die drei Buben. Bald halfen sie auf dem Feld, im Hofladen oder am Marktstand mit, und so verschwand mit der Zeit der Kleintierzoo. Heute gibt es nur noch einen fröhlichen kleinen Hund, der gerne mit Eidechslein spielt.

Als «Gmüesler» spezialisiert

Besonders Tomaten, Rosenkohl, Kartoffeln, Sellerie, verschiedene Sommer-und Wintersalate werden im Freien oder in Treibhäusern kultiviert. Wir finden ebenso Stangenbohnen, Kefen, Bohnen, Wassermelonen oder Kürbisse. Natürlich ist es nicht möglich, hier das ganze Gemüseangebot aufzulisten.

Wunderbare Felder mit Kohl und Salaten sowie Tomaten im Gewächshaus.

Eine besondere Art der Vermarktung ist der Hauslieferdienst: Der Kunde/ die Kundin bestimmt selbst, was sein/ihr Gemüse- oder Früchtekorb kosten soll. Messerlis füllen ihn mit dem aktuellen Angebot oder mit den gewünschten Lebensmitteln. Einmal wöchentlich wird bestellt und ausgeliefert. Das Gemüse kommt übrigens ungewaschen in den Verkauf, da es ja so viel länger haltbar ist.

Mit den anderen Gemüseanbauern der Region kommt man sich nicht in die Quere. Im Gegenteil, oft hilft man sich gegenseitig aus und hat z. B. auch eine Maschinengemeinschaft.

Viel Arbeit leisten die beiden Messerlis in ihrem Betrieb, ab und zu immer noch von den Söhnen unterstützt. Da bleibt nicht viel Zeit für Hobbys oder Sport. Und doch sind beide noch leidenschaftliche Schulbusfahrer und freuen sich an den zwischenmenschlichen Kontakten mit den Kindern, deren Eltern oder der Lehrerschaft.

Bleibt doch einmal eine unverplante Stunde übrig, ist Markus am liebsten in seiner Werkstatt bei den Traktoren und Tanja greift gern einmal zu einem Buch. Doch der Blumengarten und die Buchhaltung gehören auch in ihr Ressort. Nebst ausgedehnten Fussmärschen mit ihrem Hund gönnen sich Messerlis seit einigen Jahren im Herbst einen vierzehntägigen Ferienaufenthalt in der Wärme am Meer. Diesen haben sie sich wahrlich verdient!

Text: Ria Hage

Bilder: Tanja und Markus Messerli

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