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Iris E. Riesen (Berner Jugendbuch-Schriftstellerin) und Benjamin Zahnd (Illustrator/Maler/Pfleger) haben ihr zweites gemeinsames Bilderbuch herausgegeben. Mit dem kleinen Stern erfüllte sich die leidenschaftliche Geschichtenerzählerin den lang ersehnten Wunsch, eine Weihnachtsgeschichte herauszugeben.

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In Bethlehem muss der kleine Stern die heilige Familie finden. Bild: Benjamin Zahnd

Am Himmelszelt erfahren die Sterne, dass in dieser Nacht in einem Stall in Bethlehem der Sohn Gottes geboren werden sollte. Sie sandten den grössten und schönsten Stern auf die Erde, damit dieser den Menschen den Weg dorthin zeigen und den Stall beleuchten konnte. Der kleine Stern beschloss, die Reise allein anzutreten, denn er wollte das Christkind auch sehen. Der hellste Stern Sirius schob für ihn ein paar Wolken beiseite und sagte:

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Es war Nacht und viele winzige Sterne wurden am Himmelszelt geboren. Bild: Benjamin Zahnd

Wie der Stern seine Zacken wieder bekam

Jetzt hatte es der kleine Stern eilig und landete nach einem Sturzflug sehr unsanft auf der Erde, wobei alle seine Zacken abgebrochen wurden. Traurig machte er sich trotzdem auf den Weg. Er lernte Kinder, Erwachsene und junge Tiere kennen. Auf einem Feld neben Bethlehem fand er den Stall. Er war angekommen! Leise öffnete er die Tür und schlüpfte hinein.

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Durch das Fenster konnte der kleine Stern Maria, Josef, Esel und Ochse sowie das Jesuskind sehen. Bild: Benjamin Zahnd

Ein Stern als Lösungsbringer

Als Zusammenfassung mit Originaltexten versehen, will uns dieser Beitrag gleichzeitig auf das soeben neu erschienene Bilderbuch wie auch auf die kommende Advents- und Weihnachtszeit hinweisen. Die vertraute, immer gleiche Geschichte nicht neu, sondern anders erzählt, stellar sozusagen. Die Sterne sehen unsere Probleme aus Distanz und aus einem anderen Blickwinkel, vielleicht sogar mit praktikablen Lösungsvorschlägen!!!

Aber da lassen uns die farbenfrohen, detailgetreuen Illustrationen doch auch an vergangene Weihnachtstage unserer Kindheit denken. Vielleicht an Waldweihnachten, an Krippenspiele, an Weihnachtslieder und an die Geschenke, die wir selber gebastelt haben – und natürlich besonders an jene, welche wir unter dem Christbaum für uns fanden. Guetzlibacken, Wunschzettel schreiben oder Kerzenziehen gehörten genauso zu dieser geheimnisvollen Zeit wie schlitteln, sich Schneeballschlachten liefern und frieren.

Nicht so in diesem wunderschönen Bilderbuch: andere Vegetation, andere Tiere, andere Temperaturen, andere Häuser – eben wie vor mehr als zweitausend Jahren rund um Bethlehem. Ein herrliches Weihnachtsgeschenk für Gross und Klein – zum Vorlesen, selber Lesen oder einfach nur zum Anschauen. Erhältlich im Buchhandel.

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Schriftstellerin Iris E. Riesen und Illustrator Benjamin Zahnd. Foto: Ria Hage

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